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WELT 25 Mai, 2026

Russland greift Kiew erneut mit Hyperschallrakete „Oreschnik“ an: Was über die Waffe bekannt ist, die Europa beunruhigt

Der Krieg in der Ukraine ist nach dem bestätigten Einsatz der russischen Hyperschallrakete „Oreschnik“ bei einem massiven Angriff auf Kiew und die Reg...

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Rodrigo Cisneros

REDAKTEUR

REDAKTION UND PRÜFUNG WorldDepths

Der Krieg in der Ukraine ist nach dem bestätigten Einsatz der russischen Hyperschallrakete „Oreschnik“ bei einem massiven Angriff auf Kiew und die Region Bila Zerkwa am vergangenen Wochenende erneut in eine Phase extremer Spannungen eingetreten. Das von Moskau als eine seiner fortschrittlichsten strategischen Waffen präsentierte System hat die Debatte über die tatsächliche Leistungsfähigkeit westlicher Luftabwehrsysteme gegenüber einer neuen Generation von Hochgeschwindigkeitsraketen neu entfacht.

Der Angriff kombinierte Kamikaze-Drohnen und Langstreckenraketen, doch im Rampenlicht stand die Oreschnik – ein Geschoss, das Russland aufgrund seiner Hyperschallgeschwindigkeit und Manövrierfähigkeit als praktisch „ununterbrechbar“ beschreibt.


Was ist die Oreschnik-Rakete?

Die Oreschnik (russisch für „Haselstrauch“) gehört zur Kategorie der Mittelstreckenraketen (IRBM). Verschiedene Militäranalysen schätzen ihre Reichweite auf 3.000 bis 5.500 Kilometer – ausreichend, um von russischem Territorium aus Ziele in weiten Teilen Europas zu treffen.

Nach Angaben Moskaus kann die Rakete Geschwindigkeiten von fast Mach 10 erreichen und verschiedene Arten von Nutzlasten transportieren:

  1. Konventionelle Sprengköpfe,
  2. Mehrfachsprengköpfe mit unabhängiger Zielansteuerung (MIRV),
  3. Sowie taktische Atomwaffen.

Obwohl Russland versichert, dass die Rakete in der Ukraine mit einer konventionellen Ladung eingesetzt wurde, sorgte ihr nukleares Potenzial in den westlichen Hauptstädten umgehend für wachsende Besorgnis.

Der kritischste Punkt: Die extreme Schwierigkeit der Abfangbarkeit

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen ballistischen Rakete folgt die Oreschnik keiner vollständig berechenbaren Flugbahn. Experten weisen darauf hin, dass sie in der Endphase mehrere Sprengköpfe oder Täuschkörper ausstoßen kann, was die Arbeit von Raketenabwehrsystemen massiv erschwert.

Dies stellt selbst für hochentwickelte Systeme wie Patriot oder SAMP/T, die eigentlich für die Abwehr ballistischer Hochgeschwindigkeitsbedrohungen konzipiert sind, eine enorme Herausforderung dar.

In den sozialen Netzwerken kursierten Videos, die mehrere Lichtstreifen zeigen, die über Kiew niedergehen. Militäranalysten bringen diese Bilder mit der Trennung von Submunitionen oder Wiedereintrittskörpern der Oreschnik in Verbindung.


Revolutionäre Waffe oder strategische Propaganda?

Während Russland die Rakete als „unverwundbar“ darstellt, sehen westliche Analysten in dieser Behauptung vor allem einen Teil einer Strategie zur psychologischen Abschreckung.

„Die Oreschnik ist kein technologisches Hexenwerk, aber sie ist ein extrem komplexes System, das nur sehr schwer aufzuhalten ist“, erklären von europäischen Medien befragte Verteidigungsexperten.

Sie betonen zudem, dass diese Art von Rüstungsgütern teuer und schwer in großen Mengen herzustellen ist. Ihr Wert könnte daher ebenso politischer wie militärischer Natur sein: technologische Fähigkeiten zu demonstrieren und den Druck auf die Ukraine und die NATO zu erhöhen.


Eine Botschaft an Europa

Der Einsatz der Oreschnik zielt nicht nur auf eine Wirkung an der ukrainischen Front ab. Für viele internationale Beobachter versucht Moskau, inmitten der wachsenden europäischen Militärhilfe für Kiew ein strategisches Signal an den Westen zu senden.

Vertreter der Europäischen Union bezeichneten den Angriff als eine „äußerst gefährliche Provokation“, insbesondere aufgrund der mit der Rakete verbundenen nuklearen Komponente.

Mit diesem neuen Kapitel etabliert sich die Oreschnik als eines der Symbole des neuen technologischen Wettrüstens, das aus dem Krieg in der Ukraine hervorgegangen ist: Waffen, die schneller und schwerer abzufangen sind und ein enormes geopolitisches Gewicht haben.

Unterdessen steht Kiew vor einer immer komplexeren Realität: den eigenen Luftraum gegen Systeme verteidigen zu müssen, die genau dafür entwickelt wurden, moderne Abwehrschilde zu überwinden.


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