Drei Tote nahe dem Islamischen Zentrum von San Diego; einer der Verdächtigen war Online-Schüler
Die Behörden haben einen der beiden Verdächtigen im Zusammenhang mit der Schießerei am Montag nahe dem Islamischen Zentrum von San Diego als den 17-jä...
Die Behörden haben einen der beiden Verdächtigen im Zusammenhang mit der Schießerei am Montag nahe dem Islamischen Zentrum von San Diego als den 17-jährigen Cain Clark identifiziert. Der Jugendliche war in einem Online-Schulprogramm eingeschrieben und gehörte früher dem Wrestling-Team einer örtlichen Highschool an.
Ermittler bestätigten die Identität des Jugendlichen, während die Tat weiterhin als mögliches Hassverbrechen untersucht wird. Bei dem Angriff kamen drei Menschen ums Leben. Die beiden Verdächtigen wurden später tot in einem nahegelegenen Fahrzeug aufgefunden. Nach Angaben der Behörden handelt es sich vermutlich um selbst zugefügte Schussverletzungen.
Wie James Canning, Sprecher des San Diego Unified School District, mitteilte, besuchte Clark zuvor die Kate Sessions Elementary School sowie die San Diego School of Creative and Performing Arts. Im Jahr 2021 meldete ihn seine Familie bei der iHigh Virtual Academy an, dem Online-Bildungsprogramm des Schulbezirks.
Obwohl Clark дистанционно am Unterricht teilnahm, durfte er an außerschulischen Aktivitäten der Madison High School teilnehmen, die als seine zuständige Schule galt. Zwischen 2024 und 2025 war er Mitglied des Wrestling-Teams der Schule, nahm in diesem Jahr jedoch an keinen schulischen Aktivitäten mehr teil.
Im Januar 2024 veröffentlichte das Wrestling-Team der Madison High School einen Beitrag in sozialen Medien, in dem Clark zu einem ersten Platz bei einem Turnier sowie zu einer individuellen Auszeichnung gratuliert wurde.
Nach Angaben der Schulbehörden stand Clark kurz vor seinem Abschluss und hatte keine nennenswerte Disziplinarakte, abgesehen von einem geringfügigen Vorfall während seiner Grundschulzeit im Jahr 2015.
Chronologie des Angriffs
Die Behörden rekonstruierten eine Abfolge von Ereignissen, die mehrere Stunden vor der Schießerei begann.
9:42 Uhr
Die Polizei erhielt einen Anruf von einer Frau, die ihren Sohn als vermisst meldete. Zudem seien mehrere Schusswaffen sowie ein Familienfahrzeug verschwunden. Der Polizeichef von San Diego, Scott Wahl, erklärte, die Mutter habe auf suizidale Tendenzen ihres Sohnes hingewiesen. Er sei gemeinsam mit einer weiteren Person unterwegs gewesen; beide hätten Tarnkleidung getragen.
Zwischen 9:42 Uhr und 11:40 Uhr
Die Polizei weitete den Fall zu einer umfassenderen Gefahreneinschätzung aus. Ermittler nutzten automatische Kennzeichenerfassungssysteme, um das Fahrzeug aufzuspüren, und entsandten Beamte zur Madison High School, da eine mögliche Verbindung zu einem der Verdächtigen bestand.
11:43 Uhr
Die Behörden erhielten Meldungen über einen bewaffneten Angreifer am Islamischen Zentrum von San Diego. Einsatzkräfte in der Nähe reagierten umgehend.
11:47 Uhr
Die Beamten trafen am Tatort ein und fanden drei Tote außerhalb der Moschee vor. Die Polizei leitete daraufhin einen Großeinsatz wegen eines aktiven Schützen ein und durchsuchte sowohl die Moschee als auch eine benachbarte Schule Raum für Raum nach weiteren Verdächtigen.
Zur gleichen Zeit wurde wenige Straßenzüge entfernt ein Gärtner aus einem fahrenden Fahrzeug heraus beschossen. Laut Wahl traf eines der Geschosse den Schutzhelm des Mannes und wurde abgelenkt — ein Umstand, der ihm vermutlich das Leben rettete.
Kurz darauf entdeckten die Beamten ein Fahrzeug, in dem sich die beiden Verdächtigen befanden — beide tot. Später erklärten die Behörden, die Verletzungen deuteten auf selbst zugefügte Schüsse hin.
Die Ermittlungen dauern an. Bundes- und Lokalbehörden prüfen weiterhin Beweismaterial und untersuchen, ob religiöser Hass das Motiv für den Angriff gewesen sein könnte.