Schwerer Zwischenfall in Modena: Fahrer erfasst mehrere Passanten
In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine Gruppe von Passanten gefahren und hat dabei acht Menschen verletzt. ...
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In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine Gruppe von Passanten gefahren und hat dabei acht Menschen verletzt. Vier Opfer erlitten schwere Verletzungen, darunter eine Frau, der infolge des Aufpralls beide Beine amputiert werden mussten. Der Fahrer wurde von der Polizei festgenommen.
Nach Angaben der Präfektin von Modena, Fabrizia Triolo, steuerte der Mann sein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit durch eine belebte Straße im Stadtzentrum, bevor er mehrere Fußgänger erfasste und schließlich in ein Schaufenster prallte. Unter den Schwerverletzten befinden sich laut Bürgermeister Massimo Mezzetti auch eine deutsche und eine polnische Staatsbürgerin.
Die Behörden prüfen derzeit, ob es sich um einen gezielten Anschlag handelt. Bürgermeister Mezzetti erklärte, die Hintergründe der Tat seien noch unklar. Auch der Präsident der Region Emilia-Romagna, Michele de Pascale, betonte, dass zunächst die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen abgewartet werden müssten.
Den Ermittlern zufolge hatte der Fahrer bereits im Jahr 2022 eine psychische Krise durchlebt und war zeitweise in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden. Hinweise auf den Konsum psychotroper Substanzen lagen laut Präfektin Triolo nicht vor. Die Wohnung des Mannes in der Nähe von Modena wurde durchsucht.
Ein Augenzeuge berichtete im italienischen Fernsehen, er habe sich auf den Boden geworfen, als das Fahrzeug auf die Menschenmenge zuraste. Nachdem der Wagen gestoppt worden sei, hätten mehrere Passanten den flüchtenden Fahrer verfolgt. Dabei habe dieser ein Messer gezogen und den Zeugen am Kopf verletzt. Einen weiteren Angriff in Richtung Brust habe der Mann jedoch abwehren können.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Vorfall als „äußerst schwerwiegend“ und dankte den Bürgern, die mutig eingegriffen hätten, um den Täter aufzuhalten.
Der Tatverdächtige, ein italienischer Staatsbürger marokkanischer Herkunft, befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam und wird verhört.