Nach Sturm und Regen rollt der Sommer an: Deutschland erwartet ein Pfingstwochenende wie im Hochsommer
Noch peitschen Regenfronten und Gewitter über weite Teile Deutschlands hinweg. Doch hinter den dunklen Wolken zeichnet sich bereits ein bemerkenswerte...
Noch peitschen Regenfronten und Gewitter über weite Teile Deutschlands hinweg. Doch hinter den dunklen Wolken zeichnet sich bereits ein bemerkenswerter Wetterumschwung ab: Pünktlich zum Pfingstwochenende rechnen Meteorologen mit einer sommerlichen Wetterlage, die vielerorts Temperaturen bis an die 30-Grad-Marke bringen könnte.
Zum Wochenbeginn bleibt das Wetter zunächst unbeständig. Der Deutscher Wetterdienst erwartet ab Dienstag schauerartigen Regen und örtliche Gewitter. In der Nacht zum Donnerstag ziehen weitere Niederschläge über das Land, besonders im Osten kann es tagsüber erneut krachen und blitzen. Es ist das letzte Aufbäumen einer Wetterlage, die Deutschland seit Tagen fest im Griff hat.
Verantwortlich dafür ist ein großräumiges Tiefdrucksystem über dem Atlantik, das sich derzeit zwischen Grönland, Island und Großbritannien erstreckt. Dieses sogenannte Trogsystem sorgte in den vergangenen Tagen für kühle Luft, kräftigen Wind und wechselhaftes Wetter. Nun aber beginnt sich die Lage über Europa neu zu ordnen.
Während sich der Atlantiktrog weiter nach Westen zurückzieht, strömt auf seiner Vorderseite zunehmend warme Luft aus südlichen Regionen nach Mitteleuropa. Gleichzeitig baut sich von Spanien her ein Hochdruckgebiet auf, das sich wie ein Schutzschild nach Norden ausdehnt. Meteorologen sprechen von einem Hochdruckkeil — und genau dieser könnte Deutschland über Pfingsten wettertechnisch in den Frühsommer katapultieren.
Die Temperaturprognose für Sontag, den 24. Mai: Selbs um 20 Uhr werden von bis zu 31 Grad erwartet
Temperaturen steigen dabei fast täglich an. Am Dienstag liegen die Höchstwerte vielerorts noch zwischen 15 und 22 Grad. Bereits zum Freitag könnten regional bis zu 29 Grad erreicht werden. Für Samstag deuten aktuelle Berechnungen sogar auf erste 30-Grad-Werte hin.
Besonders bemerkenswert: Selbst die Nächte sollen ungewöhnlich mild bleiben. Während im Nordwesten zum Sonntag hin noch einzelne Wolkenfelder und etwas Regen möglich sind, präsentiert sich der Großteil des Landes trocken und zunehmend sonnig. Vor allem entlang des Rheins und im Südwesten dürfte sich die Luft durch die intensive Sonneneinstrahlung stark aufheizen.
Das globale Wettermodell GFS sieht für den Pfingstsonntag verbreitet hochsommerliche Temperaturen — insbesondere im Westen und Osten Deutschlands. Selbst am Abend könnte es vielerorts noch angenehm warm bleiben. Biergärten, Badeseen und Straßencafés dürften damit rechtzeitig zum langen Wochenende Hochbetrieb erleben.
Ganz ohne Risiko bleibt die Wetterlage allerdings nicht. Wo starke Wärme auf feuchte Luft trifft, können sich lokal kräftige Wärmegewitter entwickeln. Noch ist unklar, ob diese den sommerlichen Eindruck nur kurz stören — oder regional für einen turbulenten Abschluss sorgen.
Fest steht jedoch schon jetzt: Nach Tagen voller Regen und Gewitter scheint Deutschland vor einem der ersten echten Sommermomente des Jahres zu stehen.