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Foto bereitgestellt von der Präsidentschaft Mexikos mit Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum (c) und dem US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin.
GESELLSCHAFT & POLITIK 22 Mai, 2026

USA erhöhen Druck auf Mexiko: Washington fordert härteres Vorgehen gegen „Narco-Terroristen“

Ein hochrangiger Sicherheitsbesuch verschärft die Spannungen zwischen beiden Ländern – im Zentrum stehen Drogenkartelle, Migration und neue Vorwürfe g...

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WorldDepths

CHEFREDAKTION

REDAKTION UND PRÜFUNG WorldDepths

Ein hochrangiger Sicherheitsbesuch verschärft die Spannungen zwischen beiden Ländern – im Zentrum stehen Drogenkartelle, Migration und neue Vorwürfe gegen mexikanische Funktionsträger.

Die ohnehin komplexen Beziehungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten haben sich weiter verschärft. Washington signalisiert einen deutlich härteren Kurs in der Sicherheitskooperation.

Bei einem Besuch in Mexiko-Stadt forderte der US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin die Regierung von Präsidentin Claudia Sheinbaum auf, die „Anstrengungen gegen Narco-Terroristen zu verstärken“. Damit unterstreicht Washington die zunehmend sicherheitspolitische Einordnung der organisierten Kriminalität.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Drogenhandel, irreguläre Migration und die Zusammenarbeit an der gemeinsamen Grenze. Mullin hob zudem die unter Präsident Donald Trump erzielten Fortschritte in der Grenzsicherung hervor und sprach von einem „historischen Sicherheitsniveau“.

Der Besuch erfolgt in einer angespannten Phase.

In den vergangenen Wochen haben mehrere Ereignisse die bilateralen Beziehungen belastet: Der Tod zweier CIA-Agenten bei einem Verkehrsunfall im Norden Mexikos nahe Chihuahua und Sinaloa sorgte für diplomatische Verstimmungen, nachdem bekannt wurde, dass die mexikanischen Behörden nicht über deren Präsenz informiert worden waren.

Parallel dazu erhob die Staatsanwaltschaft in New York Anklage gegen zehn mexikanische Amtsträger wegen Drogenhandels und illegalen Waffenbesitzes. Unter den Beschuldigten befinden sich der Gouverneur von Sinaloa, Rubén Rocha Moya, sowie der Bürgermeister von Culiacán, Juan de Dios Gámez. Beide haben ihre Ämter vorübergehend ruhen lassen, während sich weitere ehemalige Funktionsträger den US-Behörden gestellt haben.

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft erklärte, dass Festnahmen nur auf Grundlage von Beweisen aus den USA erfolgen könnten. Alle zehn Beschuldigten stehen zudem auf einer roten Interpol-Fahndungsliste.

Trotz der Spannungen bemühte sich Präsidentin Sheinbaum nach dem Treffen um Deeskalation und betonte die weitere Zusammenarbeit „im Rahmen gegenseitigen Respekts“. Auch das Außenministerium hob hervor, dass der Dialog entscheidend für die Sicherheit beider Länder bleibe.

Ein Bereich bleibt vergleichsweise stabil: die Migration. Laut mexikanischen Angaben ist die Zahl der irregulären Grenzübertritte in Richtung USA nach Verschärfungen der US-Politik um 97,5 % zurückgegangen.

Gleichzeitig belasten Menschenrechtsfragen die Beziehung weiter. Sheinbaum sprach zudem die Todesfälle von 15 mexikanischen Staatsbürgern in Haftzentren der US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement(ICE) an. Mexiko plant, den Fall vor die Interamerikanische Menschenrechtskommission zu bringen.

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern bewegen sich damit zunehmend in einem Spannungsfeld aus Kooperation, Sicherheitsdruck und geopolitischer Abhängigkeit.


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