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HARDWARE & GADGETS 14 Mai, 2026

GoPro nennt den Preis der neuen Mission 1: Mit dieser Kamera will der Konzern den Profimarkt erobern

Der US-amerikanische Hersteller GoPro hat offiziell die Preise seiner neuen Mission-1-Kameraserie bekannt gegeben – einer Produktfamilie, mit der das ...

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Der US-amerikanische Hersteller GoPro hat offiziell die Preise seiner neuen Mission-1-Kameraserie bekannt gegeben – einer Produktfamilie, mit der das Unternehmen weit über den klassischen Actioncam-Markt hinausgehen will. Die neue GoPro Mission 1 startet in Deutschland zu einem Einstiegspreis von 599 Euro, während die leistungsstärkeren Varianten bis zu 699 Euro kosten werden.

Mit der Mission-1-Serie verfolgt GoPro eine der ehrgeizigsten Strategien der vergangenen Jahre. Die Marke, die vor allem durch robuste Kameras für Sportler, Reisende und Outdoor-Abenteuer bekannt wurde, richtet ihren Blick nun verstärkt auf professionelle Content Creator, Filmemacher und Produktionsfirmen.

Vorgestellt wurde die neue Kamerareihe erstmals auf der NAB Show in Las Vegas, einer der wichtigsten Fachmessen der internationalen Film- und Broadcast-Branche. Dort machte GoPro deutlich, dass die Mission 1 nicht einfach nur eine weitere Actioncam sein soll. Stattdessen positioniert das Unternehmen das Modell als ultrakompakte Produktionskamera mit professionellen Videoeigenschaften.

Ein deutlicher Kurswechsel für GoPro

Die Mission 1 unterscheidet sich in vielen Punkten von den bisherigen Hero-Kameras, die über Jahre hinweg das Gesicht der Marke geprägt haben. Zwar bleibt das kompakte und widerstandsfähige Design erhalten, technisch geht GoPro jedoch einen deutlich größeren Schritt als in früheren Generationen.

Besonders auffällig ist der neue 1-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln. Dieser fällt wesentlich größer aus als die Sensoren bisheriger GoPro-Modelle und soll vor allem die Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen verbessern. Gleichzeitig verspricht GoPro einen höheren Dynamikumfang sowie mehr Spielraum bei der professionellen Nachbearbeitung.

Zusätzlich kommt erstmals der neue GP3-Prozessor zum Einsatz, der Aufnahmen in 8K ermöglicht und die Bildstabilisierung weiter verbessern soll. Das Basismodell unterstützt 8K-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde sowie 4K-Open-Gate-Aufnahmen mit bis zu 120 fps.

Die leistungsstärkere GoPro Mission 1 Pro geht noch einen Schritt weiter und bietet 8K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde sowie 4K-Aufnahmen mit bis zu 240 fps. Damit bewegt sich die Kamera deutlich näher an kompakten Cinema-Kameras als an klassischen Actioncams.

Darüber hinaus kündigte GoPro mit der Mission 1 Pro ILS eine dritte Version mit Micro-Four-Thirds-Objektivanschluss an. Dieses Modell richtet sich speziell an professionelle Filmemacher und Produktionsstudios, die austauschbare Objektive und mehr kreative Kontrolle benötigen.

will in den Profimarkt

Die Preisgestaltung sorgt bereits jetzt für Diskussionen in der Technik- und Kreativszene. Mit einem Einstiegspreis von 599 Euro liegt die Mission 1 deutlich über früheren GoPro-Modellen und auch über vielen Konkurrenzprodukten aus dem Actioncam-Bereich.

Allerdings macht GoPro klar, dass die neue Serie nicht mehr ausschließlich mit klassischen Sportkameras verglichen werden soll. Stattdessen zielt die Mission 1 auf Nutzer ab, die kompakte Kameras für Dokumentationen, mobile Produktionen, Reisevideos oder professionelle Zusatzkameras suchen.

Kleine Kameras mit hoher Bildqualität gewinnen in der Filmbranche seit Jahren an Bedeutung. Sie lassen sich einfacher an Fahrzeugen, Drohnen oder schwer zugänglichen Orten montieren und eignen sich ideal für dynamische Aufnahmen, bei denen große Cinema-Rigs unpraktisch wären.

Genau in diesem Bereich möchte sich GoPro nun etablieren.

Die neue Mission-Serie bietet deshalb auch Funktionen, die gezielt auf professionelle Workflows zugeschnitten sind. Dazu gehören unter anderem 32-Bit-Float-Audioaufnahmen, verbesserte Kühlung für längere Drehs sowie neue modulare Zubehörsysteme.

Geplant sind unter anderem professionelle Handgriffe, Multimedia-Module, drahtlose Mikrofonsysteme und spezielle Streaming-Lösungen für Content Creator.

Konkurrenzdruck wächst

Die Einführung der Mission 1 erfolgt zu einem wichtigen Zeitpunkt für GoPro. In den vergangenen Jahren sah sich das Unternehmen zunehmend wachsender Konkurrenz durch Hersteller wie DJI oder Insta360 ausgesetzt, die im Bereich kompakter Kameras und Creator-Tools stark aufgeholt haben.

Zugleich gilt der klassische Actioncam-Markt inzwischen als weitgehend gesättigt. Für viele Hersteller wird es deshalb schwieriger, allein durch kleinere Hardware-Verbesserungen weiteres Wachstum zu erzielen.

Mit der Mission 1 versucht GoPro daher, seine Marke neu zu positionieren. Das Unternehmen setzt darauf, dass professionelle Creator und Filmemacher zunehmend kompakte Produktionslösungen bevorzugen, die hohe Bildqualität mit geringem Gewicht und einfacher Handhabung verbinden.

Branchenbeobachter sehen in der Mission 1 deshalb einen der wichtigsten Strategiewechsel der Firmengeschichte.

Marktstart und Verfügbarkeit

Vorbestellungen für die neue Mission-1-Serie sind bereits über die offizielle GoPro-Webseite möglich. Die ersten Auslieferungen sollen noch im Laufe dieses Monats in Deutschland und weiteren internationalen Märkten starten.

Zusätzlich plant GoPro spezielle Preisvorteile für Nutzer seines Premium-Abonnements, wodurch der Endpreis in bestimmten Fällen reduziert werden könnte.

Mit der Mission 1 wagt GoPro den Schritt in einen deutlich anspruchsvolleren Markt. Das Unternehmen, das einst den Actioncam-Bereich revolutionierte, möchte nun auch im professionellen Videosegment ernst genommen werden.

Und diesmal verkauft GoPro nicht nur Robustheit oder Abenteuergefühl – sondern die Idee, dass eine extrem kleine Kamera auch im professionellen Filmbereich eine große Rolle spielen kann.


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